Indonesische Batik

Die Techniken, Symbolik und Kultur der handgefärbten Baumwoll- und Seidenkleider, die als indonesische Batik bekannt sind, begleiten das Leben der Indonesier von der Geburt bis zum Tode: Kinder werden in Batiktüchern mit Symbolen getragen, die dem Kind Glück bringen sollen. Die Toten werden in Begräbnis-Batiken gehüllt. Businesskleidung besteht aus Batiken mit Muster für den Alltag.  Besondere Muster gibt es für Hochzeiten, Schwangerschaften, Puppentheater und für andere Kunstformen. Die Kleidungsstücke spielen sogar eine zentrale Rolle bei bestimmten Ritualen, beispielsweise wenn königliche Batiken bei einer Zeremonie in einen Vulkan geworfen werden. Die Batiken werden von Kunsthandwerkern hergestellt, die mit Punkten und Linien aus heißem Wachs die Designs auf den Stoff aufmalen. Bei dieser sogenannten Reservetechnik wird beim Tauchfärben die Aufnahme von Farbe verhindert. Anschließend wird das Wachs durch kochendes Wasser wieder entfernt. Das Verfahren wird für jede Farbe wiederholt. Die vielfältigen Muster spiegeln eine Vielfalt von Einflüssen von arabischer Kalligraphie, über europäische Blumenmuster, chinesische Phönixe bis zu japanischen Kirchblüten und persischen Pfauen. Die Muster werden oft über Generationen in den Familien weitergegeben.

Hier der Film der UNESCO zum Thema:

http://www.unesco.org/culture/ich/index.php?lg=en&pg=00011&RL=00170