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Trachten im Schwarzwald

Es gibt im Schwarzwald eine Fülle unterschiedlicher Trachten. Im 1630-1632 erbauten ehemaligen Kapuzinerkloster der Stadt Haslach ist eine einmalige Ausstellung von Schwarzwaldtrachten untergebracht.  Etwa 100 Originaltrachten, Hauben, Halskrausen, bestickte Einstecktüchter etc. sind zu sehen.

Trachtenmuseum Haslach in einem ehemaligen Kloster
Innenhof des Klosters

Beeindruckend fand in die teilweise riesigen Brautkronen. Sie können fast vier Kilo wiegen und die Größe eines Lampenschirms haben. Verwendet werden Glaskugeln, Pailletten, Perlen, Gold- oder Silberdraht sowie Stoffblumen, Schleifchen und Bänder für die Fülle. 

Wenn von Trachten im Schwarzwald die Rede ist, denken die meisten sofort an die Bollenhüte. Der Bollenhut darf allerdings nur in den Gemeinden Gutach, Kirnbach und Reichenbach getragen werden. Der Bollenhut ist ein Strohhut, der mit einer Gipsmasse bestrichen ist, damit die Krempe weiß und steif wird. Auf dem Kopfteil sind 14 wollene "Bollen" angeordnet, rot für ledige Mädchen und schwarz für die verheirateten Frauen. Das Gewicht des Hutes beträgt bis zu zwei Kilogramm.

Bollenhut für ledige Mädchen
Bollenhut für verheiratete Frauen

Auch sehr sehenswert: die Mühlenbacher Goldhauben. Sie sind aus schwarzem Samt, der an den Seiten mit Goldfiligranspitze überzogen wurde. Vorn über der Stirn war ein schwarzer Spitzenschleier angenäht

Mühlenbacher Goldhaube

Noch zwei schöne Kopfbedeckungen: die Schleifenhaube aus dem Hanauerland und die Spitzenhaube der Bodenseetracht.

Schleifenhaube aus dem Hanauerland
Spitzenhaube der Bodenseetracht

Der sogenannte Goller ist der Halsmantel der Frauentracht.  Seit dem 17. Jahrhundert wird er in runder oder eckiger Form getragen. Das Wort Goller ist vom lateinischen Collum, d.h. Hals abgeleitet.

Der Brustlatz, auch Vorstecker oder Kappenboden genannt, ist mit kostbaren Metallfäden kunstvoll bestickt.