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Textiles in Thailand

 

Ich glaube, die Verkäuferinnen in den beiden kleinen Läden des Hotels auf der Insel Yao Noi in Thailand wussten gar nicht, welche textilen Schätze sie in ihrer Auslage hatten. "Reverse Appliqué?" Nie gehört. Handgestickt? Wirklich? Sie haben mir aber großzügig gestattet, alles zu fotografieren und auf diese Weise nach Hause zu bringen. Gekauft habe ich nämlich - fast - nichts. Das schönste Notizbuch musste ich einfach haben.

Ich habe erst gar nicht erkannt, wie genau die Spiralen eigentlich gemacht sind. Erst die mehrfache Vergrößerung zeigt die winzigen Stichlein um eine Kordel herum. Sie können sich das Detailbild noch einmal größer klicken, um das ganz genau zu sehen.

Diese Arbeit stammt aus dem Norden von Thailand, von einer der ethnischen Minderheiten dort. 

Detail Notizbuch

Es gab viele weitere Notizbücher, alle etwa postkartengroß, mit einem blauen, grünen oder roten filzartigen Stoff bezogen und mit einer Bordüre verziert. Diese Bordüren, in denen unterschiedliche Quadrate aneinander genäht wurden, stammen offensichtlich aus längeren Bändern. Manchmal kann man den Beginn des nächsten Quadrats noch sehen.

 

Hier noch zwei Detailaufnahmen von diesen schönen Arbeiten. Beim einen sind es winzige Kreuzstiche, beim anderen ein Reverse Appliqué.

Neben den kleinen Notizbüchern gab es alle möglichen Taschen. Während ich erst dachte, das sei von Hand gestickt, konnte mich die Verkäuferin eines Besseren belehren. In diesem Fall ist es Maschinenstickerei. Die vierte Tasche ist gewebt. Sie erkennen daran auch ein Etikett mit dem Aufschrift "Lofty Bamboo". Es handelt sich dabei um eine Fair-Trade-Organisation mit Sitz in Thailand.

 

Auch Patchworkarbeiten waren zu finden! An den Tragetaschen recht groß und an den kleinen Reißverschlusstaschen ganz klein und fein.

In der Provinz Trang in Thailand werden diese eleganten Täschchen aus Fasern gewebt, die aus den Blättern der Schraubenpalme gewonnen werden.

 

 

Die Minderheit der Hmong in der Provinz Doi Ang Khang im Norden Thailands fertigt diese Armreifen aus Binsengräsern.

Auf dem Flughafen von Phuket schließlich gab es schöne Sarongstoffe, allerdings nur eng aufgerollt. Und das Öffnen der Stoffe wollte mir die Verkäuferin nicht erlauben. Sie wies nur auf einige ganz andersfarbige Stoffe hin, die sie über einen Bügel gehängt hatte. Ich habe also mehr oder weniger blind gekauft und viel Glück gehabt, der Batikstoff ist eine Pracht! Nur vier Papieraufkleber waren sehr lästig und nur mühsam abzulösen.

Genau solche Aufkleber waren auch auf Sarongstoffen im größten Dorf der Insel. Allerdings war dieser Stoff offensichtlich aus Polyester. So fühlte es sich an. Die Ladeneigentümerin wusste jedenfalls nicht, aus welchem Material die Stoffe waren.

Zu guter Letzt noch ein paar Bilder von der Insel, von Pflanzen und Landschaft.