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Besuch bei der ArchäoTechnica im Archäologischen Landesmuseum Brandenburg

 

Am 24. und 25 August zeigte das Archäologische Landesmuseum Brandenburg Textilhandwerk und Bekleidung im Wandel der Jahrtausende.

In den Mauern und den Gärten des Pauli-Klosters waren authentische Kunst- und Handwerkstechnikens und sogar eine Modenschau mit Bekleidung aus römischer Zeit zu sehen.

Diese Dame im römischen Gewand spinnt sehr geschickt mit einer einfachen Spindel. Wie alle Darsteller erklärt sie gut verständlich, wie diese Technik funktioniert. Das Gewand ist im Übrigen eine lange Stoffbahn, deren Enden mit zwei Fibeln auf den Schultern befestigt und die mit einem Gürtel um die Taille zusammengehalten wird.

Dieser junge Besucher probiert sich am Flachsschwingen. Dabei wird die harte äußere Hülle der Flachsfasern immer wieder gebrochen, so dass sie abfällt. Der nächste Schritt ist dann das Hecheln durch eine Art großer Bürste. Dabei werden die letzte Reste der Hülle entfernt und die Flachsfasern schön weich. Schließlich werden die langen Flachsfasern gesponnen.

Hier werden Wollstränge in einem Bottich über Holzfeuer gefärbt. Farbstoff sind Zwiebelschalen, die vor dem Eintauchen der Wolle aus dem Topf geholt wurden. Ergebnis ist eine schönes Sattgelb.

Diese junge Frau erklärt sehr kundig die Bekleidung von Männern und Frauen im Mittelalter.

Auf dem Bild rechts: Die Puppe rechts trägt unter der langen Jacke Beinlinge, die an der Unterwäsche mit Schnüren befestigt waren. Die Puppe links hat schon eine richtige Hose an, die an der kurzen Jacke mit Schüren festgehalten wird. Angezogen wurde das wie ein Overall.

Auf dem Bild links ist ein Obergewand einer Dame mit vielen Knöpfen zu sehen. Auch an den Ärmeln waren viele Knöpfe.

Ich konnte die unterschiedlichsten Webstühle bewundern. Der Webstuhl links ist ein sogenannter Gewichtswebstuhl, er wurde so in der Vorsteinzeit verwendet. An einem senkrechten Gerüst hängen die Kettfäden, die durch Gewichte unten gespannt werden. Wer mehr dazu wissen möchte:
http://www.landschaftsmuseum.de/Seiten/Lexikon/Weben.htm

Das Gestell links ist ein Webstuhl zur Brettchenweberei. Die Brettchen werden werden je nach Muster gedreht. Mehr dazu: http://de.wikipedia.org/wiki/Brettchenweben

Die "Modenschau" interessierte alle Besucher. Auf sehr kurzweilige Art wurden Gewänder aus der römischen Zeit vorgeführt.

Die Dame hier trägt eine lange Stoffbahn aus feinem blauen Wollstoff, ganz ähnlich einer Toga für die Männer, nur hieß das bei den Damen natürlich nicht so.

Die Stadt Brandenburg ist unbedingt einen Besuch wert! Hier das Rathaus, ein herausragendes Beispiel gotischer Backsteinbaukunst aus dem 15. Jahrhundert.

Außerdem das wunderschöne Jugenstilhaus in der Plauer Straße 6, eine ehemalige Fabrikantenvilla, heute Sitz der Stadtverwaltung. Das Haus aus der Barockzeit wurde 1901/02 vollständig im Jugendstil umgebaut.