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Mosaiktisch

Mosaiktisch von Elisabeth Müller

Vor einer ganzen Weile habe ich im Internet gestöbert und diesen wunderschönen Mosaiktisch geunden. Den wollte ich unbedingt in Stoff umsetzen! Das Wie allerdings hat allerdings einige Probleme bereitet. Eine Patchwork-Freundin schlug vor, zu piecen oder zu applizieren. Aber das traute ich mir beides einfach nicht zu. Da habe ich mich an das Fusing erinnert, das ja anscheinend inzwischen ganz akzeptiert ist.

Elisabeth Müller, die diese Tische herstellt, hat mir freundlicherweise gestattet, dieses Bild zu zeigen. Mehr Tische von ihr finden Sie unter www.mosaiktisch.net

 

Ich habe angefangen, wie ich immer anfange, mit Papier, Beistift und Lineal. Erst habe ich mir überlegt, wie groß der Kreis werden soll. 100 cm schien mir richtig. Dann habe ich auf 50 cm gezeichnet, was in welcher Runde dran kommen soll: große Quadrate, Dreiecke und kleine Quadrate.

 

Ich habe als nächstes im Baumarkt eine etwas größere Holzplatte besorgt. Da man mir keine Platte rund schneiden konnte, ist es eine 110 x 110 große Platte geworden. Darauf habe ich eine alte Bügeldecke gelegt. Mir schien das sinnvoll, da ich die Teile ja aufbügeln wollte. Darüber habe ich eine alte weiße Tischdecke gelegt und auf der Rückseite festgetackert, so dass sie wirklich straff lag.

Nun wollte ich Kreise einzeichnen, hatte aber keinen Zirkel, der groß genug war. Dann dachte ich mir, es müsste doch ganz einfach sein, einen Kreis mit einem Nagel, einem Stück Schnur und einem Bleistift zu zeichnen. Erst die Mitte finden, dann den Nagel befestigen, die Schnur dranbinden und einen Kreis zeichnen. So einfach war das aber nicht. Da der erste Kreis so groß war, ließ sich der Bleistift nicht immer gerade halten. Der gezeichnete Kreis war krumm  und schief. Also alles von vorn, das Tischtuch abmachen, waschen und wieder befestigen.

 

Nach allerhand Recherchen konnte ich herausfinden, dass es für solche große Kreise Stangenzirkel gibt. Und einen solchen Stangenzirkel konnte ich in Berlin bei Modulor, einem Fachgeschäft für Architekturbedarf, bekommen. Das war nicht billig, hat sich aber durchaus gelohnt, denn jetzt waren die Kreise tadellos und gleichmäßig.

 

Nun zu den Stoffen. Rote Stoffe sind bei mir immer reichlich vorhanden, ich fand Baumwolle, Leinen und Seide in unterschiedlichen Tönen. Schwarz und grau waren ebenfalls ausreichend in den Kisten zu finden, ich musste nur noch Vliesofix kaufen.

Und los gings! Die erste Reihe bestand aus schwarzen Quadraten. Die zweite sollte aus schwarzen und roten Dreiecken bestehen. Da kam schon die nächste Überraschung. Da die Dreiecke ja in der Runde gelegt werden, war der Winkel der inneren Dreiecks-Reihe kleiner als der der äußeren Reihe. Die inneren Dreiecke musste also alle noch einmal etwas kleiner geschnitten werden. Das Problem hat sich, je weiter ich in die Mitte kam, eher noch verschärft, aber da wusste ich ja schon Bescheid.

 

 

Bei den ganz kleinen Quadraten musste die Pinzette her.  Und dann immer wieder: Auflegen, Zurechtrücken und Bügeln.

Was jetzt relativ schnell aussieht, hat in Wirklichkeit ziemlich lange gedauert. Es war aufwändig, die Teile zurechtzuschneiden, zurechtzulegen, so dass keine Lücke entstand, und aufzubügeln. Aber hier jetzt im Schnelldurchgang:

 

Der fertige Tisch hat ein unregelmäßiges Patchwork in der Mitte mit allen Farben und willkürlichen Formen.

Natürlich soll noch ein richtiger Quilt daraus werden und  der Mosaiktisch soll gequiltet werden. Darüber habe ich mit Birgit Bradler gesprochen, die in letzter Zeit viele meiner Quilts gequiltet hat. Sie hatte sehr gute Ideen. Hier wie toll sie gequiltet hat.