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Das Projekt Lala-Salama-Quilts von Barbara Dieterle
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Barbara Dieterle – Initiatorin der Aktion „LALA-SALAMA-QUILTS“:
Jahrgang 1961, von Beruf: Hauswirtschafter, Rechtsanwalt- und Notargehilfin und Büroleiterin im Handwerk. Zur Zeit: alleinerziehende Mutter von 4 Kindern im Alter von 14, 14, 12 und 9 Jahren, Wohnort: Klausdorf a.d. Schwentine bei Kiel
Von 1988 – 1991 habe ich als Missionshelferin für das Missionswerk DIGUNA (Die gute Nachricht für Afrika) gearbeitet. Davon war ich zwei Jahre lang in Kenia tätig. Während meiner Zeit in Kenia begann ich mit dem Schneidern meiner eigenen Garderobe. In Afrika gibt es sooo wunderschöne Batiken! Nach der Geburt unserer Zwillinge begann ich damit, für unsere Kinder zu nähen. Durch die Frau unseres Pastors entdeckte ich Patchwork. Ein Virus, das schnell zur Leidenschaft wurde. Ich besuchte viele Kurse, erlernte bei Esther Miller das Handquilten, bei Jaqueline Heinz das Maschinenquilten und fing an, selber Wochenendkurse zu organisieren.
Doch nicht nur die Leidenschaft des Nähens teile ich mit all den Quilterinnen weltweit, nein auch die Leidenschaft bei jeder Gelegenheit schöne Stoffe einzukaufen. Als Anfängerin hatte ich noch nicht so das Gefühl, welche Stoffmengen für einen Quilt tatsächlich gebraucht wurden. Na ja, Ihr kennt es ja, es wird auf Vorrat gekauft! Es könnte ja sein, dass es gerade dieses Muster irgendwann einmal nicht mehr gibt…
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Irgendwann wurde klar, wenn ich all diese Schätze verarbeiten möchte, müsste ich mindestens 120 Jahre alt werden! Als ich dann Anfang 2003 erfuhr, dass DIGUNA vorhatte, ein Kinderheim für HIV-infizierte Waisenkinder zu bauen, hatte ich eine Idee: Warum nicht Quilts für diese Kinder nähen? Von meinen eigenen Kindern und denen meiner Patchwork-Freundinnen wusste ich, wie viel Geborgenheit diese Decken vermitteln können. Außerdem ist es in der „Heimat“ des Quiltens (in Amerika) Tradition, dass die Frauen christlicher Gemeinden für wohltätige Zwecke nähen. Warum also nicht hier bei uns?
Am 13. November 2003 war es dann soweit: Ich gründete ein Internetforum, wo Infos rund um dieses Projekt ausgetauscht wurden. Dann hat sich auch die PATCHWORKGILDE bereit erklärt, dieses Projekt zu unterstützen. Seither haben sich europaweit an die 80 Frauen daran beteiligt, „Lala-salama-quilts“ für die Kinder in Ngechek/Kenia zu nähen. Darunter sind viele Schätze. Besonders erwähnen möchte ich die Decken, die von Kindern genäht und gespendet wurden!
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Ziel von „Lala-salama-quilts“ ist es, dass jedes Waisenkind, das in dem „Royal Toto“ (Königskinder!) Kinderheim in Ngechek/Kenia aufgenommen wird, mit einer eigenen Decke begrüßt wird. Diese Decke müssen sie nie wieder hergeben! Nicht einmal, wenn sie zum Sterben verurteilt sind, was leider meist das Schicksal dieser Kinder ist. Die Quilts werden absichtlich nicht verkauft, um dann das Geld zu spenden. Alle, die sich an diesem Projekt beteiligen, möchten ein Stück Geborgenheit und Liebe weitergeben. Und diese Liebe kommt an!!! Es ist wunderbar, dass bisher noch nicht ein Quilt auf dem Transportweg verloren ging.
Eine kurze Unterbrechung der Aktion gab es dann im November 2005: Nach einer Halbseitenlähmung stellte sich heraus, dass ich einen sehr großen Gehirntumor hatte. Fast genau 2 Jahre nach Gründung des Projekts wollte ich eigentlich am 13.11.2005 persönlich nach Kenia reisen, doch stattdessen wurde ich einen Tag später in Kiel operiert. Wiederum genau ein Jahr später ging meine Ehe endgültig in die Brüche und ich verließ mit meinen 4 Kindern von einem Tag auf den andern Süddeutschland und lebe seither in der Nähe von Kiel – meiner alten Heimat. Es liegt eine sehr turbulente Zeit hinter uns, denn zunächst hatten wir keine eigene Wohnung und kamen wochenlang bei der Familie meiner Schwester unter.
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Trotz dieser Schicksalsschläge: LALA-SALAMA-QUILTS geht weiter!!!
Die Not der aidskranken Kinder dieser Welt ist so viel größer als alles, was ich bisher erlebt habe. Deshalb: Seid weiterhin so fleißig und macht mit! Sollte der Bedarf an Quilts für gerade dieses Kinderheim gedeckt sein, weitere Anfragen an mich gibt es schon. Zur Zeit prüfe ich, wie auch andere Heime dieser Art unterstützt werden können, so z.B. in West- und Südafrika.
Hier noch einmal in Kürze die Vorgaben für die Quilts: Größe: 1,35 – 2,00 m (damit bei Bedarf auch einmal ein Bettbezug drüber gezogen werden kann) Material: Bitte unbedingt nur reine Baumwollstoffe und -vliese (aus Hygienegründen) Muster: Bitte keine Abbildungen von Geistern, Zauberern, Haloween, Masken etc.!!! Ansonsten ist alles erlaubt.
Die Quilts der Lieferung 07-06 sehen Sie hier.
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Weitere Nachfragen bitte an: Barbara Dieterle, e-mail: nadelkissen ätt t Bindestrich online Punkt de
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